sui generis https://sui-generis.ch/ <p>Die juristische Open-Access-Zeitschrift.</p> de-DE <div class="cc_description"> <h3>Creative Commons Lizenz</h3> <p>Autor/innen, die in dieser Zeitschrift publizieren möchten, stimmen den folgenden Bedingungen zu:</p> <ol> <li class="show">Die Autor/innen behalten das Urheberrecht und erlauben der Zeitschrift die Erstveröffentlichung unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 Lizenz, die es anderen erlaubt, die Arbeit unter Nennung der Autor/innenschaft und der Erstpublikation in dieser Zeitschrift zu verwenden.</li> <li class="show">Die Autor/innen können zusätzliche Verträge für die nicht-exklusive Verbreitung der in der Zeitschrift veröffentlichten Version ihrer Arbeit unter Nennung der Erstpublikation in dieser Zeitschrift eingehen (z.B. sie in Sammelpublikation oder einem Buch veröffentlichen).</li> <li class="show">Die Autor/innen werden dazu ermutigt, ihre Arbeit parallel zur Einreichung bei dieser Zeitschrift online zu veröffentlichen (z.B. auf den Homepages von Institutionen oder auf ihrer eigenen Homepage), weil so produktive Austauschprozesse wie auch eine frühe und erweiterte Bezugnahme auf das veröffentlichte Werk gefördert werden (siehe The Effect of Open Access).</li> </ol> </div> red@sui-generis.ch (Daniel Hürlimann) oai@hbz.uzh.ch (Margit Dellatorre) Fr, 15 Jan 2021 10:28:39 +0100 OJS 3.2.1.2 http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss 60 Dem PMT-Gesetz fehlt die Verfassungsgrundlage https://sui-generis.ch/article/view/sg.169 <p>Für das vom Eidgenössischen Parlament am 25. September 2020 beschlossene Gesetz zur präventiven Terrorismusbekämpfung<br>fehlt dem Bund die verfassungsmässige Kompetenz. Keine der vom Bund angeführten Begründungen seiner Zuständigkeit halten einer Prüfung stand. Der Erlass polizeigesetzlicher Bestimmungen zur Verhütung von Straftaten durch operationelle Realakte als Eingriffe in die Bewegungsfreiheit liegt in der Verantwortung der Kantone. Dies gilt auch im Bereich der präventiven Terrorismusbekämpfung als Teil des Staatsschutzes. Dieser an sich unbefriedigende Rechtszustand lässt sich nur durch eine Änderung der Bundesverfassung beheben. In einem folgenden Beitrag werden die polizeilichen Massnahmen zur Bekämpfung von Terrorismus (PMT) in Bezug auf ihre Verfassungs- und EMRK-Konformität sowie ihre Wirksamkeit beurteilt.</p> Markus Mohler Copyright (c) 2021 Markus Mohler http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://sui-generis.ch/article/view/sg.169 Do, 04 Mär 2021 00:00:00 +0100 Recension: Doris Angst / Emma Lantschner (Hrsg.), ICERD, Internationales Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung, Handkommentar https://sui-generis.ch/article/view/sg.167 <p>Rédigé par une trentaine d’experts provenant d’Allemagne, d’Autriche, du Liechtenstein et de la Suisse, ce commentaire de la Convention internationale de 1965 sur l’élimination de toutes les formes de discrimination raciale se révèle remarquable à plus d’un titre. Par son ampleur d’abord : en quelque 700 pages, cet ouvrage détaille les tenants et aboutissants de cet instrument fondateur de la lutte contre le racisme. Par sa démarche originale ensuite : à l’analyse proprement juridique de chacune des dispositions, s’ajoutent de précieux considérants sur leur contexte social et politique, ainsi que sur leur rapport aux autres instruments, notamment européens, destinés à combattre la discrimination. Par son actualité enfin : en ces temps de forte résurgence de l’intolérance envers « l’autre » et de multiplication des agressions à connotation raciste, l’ICERD, que la Suisse a ratifiée il y a vingt-cinq ans, est plus que jamais indispensable.</p> Bertil Cottier Copyright (c) 2021 Bertil Cottier http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://sui-generis.ch/article/view/sg.167 Fr, 19 Feb 2021 00:00:00 +0100 Rückzug einer Volksinitiative nach aufgehobener Volksabstimmung https://sui-generis.ch/article/view/sg.166 <p>Im Nachgang zur Aufhebung der Volksabstimmung über die Volksinitiative «Für Ehe und Familie — gegen die Heiratsstrafe» (BGE 145 I 207) hatte das Bundesgericht zu entscheiden, ob das Initiativkomitee erneut Gelegenheit erhalten sollte, seine Initiative zurückzuziehen, oder ob über die Initiative zwingend wieder abzustimmen sei. Mit einer weitgehend überzeugenden Begründung weist das Bundesgericht die Beschwerde ab und spricht sich dafür aus, dem Initiativkomitee den Rückzug der Initiative zu gestatten. Dass das Gericht die Beschwerde zulässt, ist mit Blick auf die Rechtsweggarantie und den breiten Anwendungsbereich der Beschwerde in Stimmrechtssachen zu begrüssen. Das Urteil lässt dabei aber eine Reihe von prozessualen Fragen ungeklärt, was aus Sicht der Praxis der Stimmrechtsbeschwerde zu bedauern ist. So hätte das Bundesgericht zumindest klarstellen sollen, dass die Rückzugserklärung des Initiativkomitees selbst Anfechtungsobjekt der Beschwerde bildet und nicht die Bekanntmachung des Rückzugs durch die Bundeskanzlei.</p> Goran Seferovic Copyright (c) 2021 Goran Seferovic http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://sui-generis.ch/article/view/sg.166 Fr, 12 Feb 2021 00:00:00 +0100 Regalrechte: Patentgebühren und die Rechtsgleichheit https://sui-generis.ch/article/view/sg.164 <p>Regalrechte sind historische Monopole der Kantone. Die Rechtsprechung lässt den Kantonen bei der Ausübung ihrer Regalrechte grosse Freiräume. Obwohl es heute als unbestritten gilt, dass die Kantone auch im Rahmen ihrer Regalrechte die Rechtsgleichheit respektieren müssen, lässt es die Rechtsprechung zu, dass auswärtige Personen gegenüber Personen mit Wohnsitz im Kanton erheblich benachteiligt werden. Dies gilt insbesondere bezüglich Patentgebühren. Der Autor setzt sich mit dieser Praxis kritisch auseinander und versucht aufzuzeigen, weshalb er die Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht mehr für zeitgemäss hält.</p> Rafael Zünd Copyright (c) 2021 Rafael Zünd http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://sui-generis.ch/article/view/sg.164 Di, 26 Jan 2021 00:00:00 +0100 La fixation du loyer contesté : une jurisprudence à bout de souffle ? https://sui-generis.ch/article/view/sg.165 <p>L’auteur donne son point de vue à propos d’un arrêt du tribunal fédéral qui a suscité beaucoup d’interrogations de la part des spécialistes du droit du bail à loyer. En raison de la baisse constante des taux d’intérêts hypothécaires, nos juges suprêmes abandonnent leurs vieilles jurisprudences de 1994 et 1986 sur la réévaluation des fonds propres et sur le taux d’intérêt qu’il convient d'appliquer à ces derniers dans le calcul de rendement au sens de l’art. 269 CO. De l’avis de David Lachat ces revirements de jurisprudence ne convainquent pas et souffrent d’un manque de motivation. L’auteur invite les milieux concernés à s’asseoir autour d'une table de négociations, sous les auspices des autorités politiques, et à trouver des solutions à inscrire dans l’ordonnance (OBLF) d’application des art. 253 à 273c CO.</p> David Lachat Copyright (c) 2021 David Lachat http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://sui-generis.ch/article/view/sg.165 Mo, 01 Feb 2021 00:00:00 +0100 Illegales Anbieten von Geldspielen — Auslegung und Bewertung der relevanten Bestimmungen des BGS https://sui-generis.ch/article/view/sg.168 <p>Die Straftaten im Zusammenhang mit illegalem Geldspiel im schweizerischen Strafrecht haben in der Lehre bis anhin kaum Beachtung gefunden. Zu Unrecht, wie ansehnliche Fallzahlen belegen. Die vorliegende Abhandlung über den Tatbestand des illegalen Anbietens von Geldspielen soll hier Abhilfe schaffen. Die einschlägigen Straftatbestände des neuen Geldspielrechts werden ausgelegt und kommentiert. Der Auslegung folgt eine Darstellung der wichtigsten präventiven und repressiven Massnahmen im Zusammenhang mit dem illegalen Anbieten von Geldspielen. Schliesslich wird auch ersichtlich, dass — aller Kritik zum Trotz — insgesamt potente Massnahmen vorhanden sind, um das illegale Anbieten von Geldspielen zu verhindern.</p> Michael Weber Copyright (c) 2021 Michael Weber http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://sui-generis.ch/article/view/sg.168 Do, 25 Feb 2021 00:00:00 +0100 Whistleblowing für das Weltklima https://sui-generis.ch/article/view/sg.163 <p>Das Weltklima ist bedroht und die Politik bleibt untätig. KlimaaktivistInnen sind deshalb dazu übergegangen, mit spektakulären Protestaktionen auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam zu machen, etwa indem sie am 22. November 2018 in einer Lausanner Credit-Suisse-Filiale Tennis gespielt haben. Damit sollten die klimaschädlichen Investitionen der Bank publik gemacht werden. Die Autoren zeigen auf, dass ein solcher Hausfriedensbruch zwar nicht über einen «Klima-Notstand» gerechtfertigt, dieses Whistleblowing für das Weltklima aber dennoch entschuldigt werden kann.</p> Marc Thommen, Jascha Mattmann Copyright (c) 2021 Marc Thommen, Jascha Mattmann http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://sui-generis.ch/article/view/sg.163 Mi, 20 Jan 2021 00:00:00 +0100 Lausanner Nebelpetarden zu Facebook https://sui-generis.ch/article/view/sg.162 <p><em>Das Bundesgericht prüft die Anwendung des Medienstrafrechts auf die Social-Media-Plattform «Facebook». Die Frage, ob Facebook ein Medium sei, wird zwar traktiert, aber nicht wirklich beantwortet. Zudem bleibt völlig unklar, warum das Haftungsprivileg des Art. 28 StGB im vorliegenden Zusammenhang nicht gilt, obwohl Facebook ein Medium zu sein scheint.</em></p> Matthias Schwaibold Copyright (c) 2021 Matthias Schwaibold http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://sui-generis.ch/article/view/sg.162 Fr, 15 Jan 2021 00:00:00 +0100