sui generis https://sui-generis.ch/ <p>Die juristische Open-Access-Zeitschrift.</p> de-DE <div class="cc_description"> <h3>Creative Commons Lizenz</h3> <p>Autor/innen, die in dieser Zeitschrift publizieren möchten, stimmen den folgenden Bedingungen zu:</p> <ol> <li class="show">Die Autor/innen behalten das Urheberrecht und erlauben der Zeitschrift die Erstveröffentlichung unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 Lizenz, die es anderen erlaubt, die Arbeit unter Nennung der Autor/innenschaft und der Erstpublikation in dieser Zeitschrift zu verwenden.</li> <li class="show">Die Autor/innen können zusätzliche Verträge für die nicht-exklusive Verbreitung der in der Zeitschrift veröffentlichten Version ihrer Arbeit unter Nennung der Erstpublikation in dieser Zeitschrift eingehen (z.B. sie in Sammelpublikation oder einem Buch veröffentlichen).</li> <li class="show">Die Autor/innen werden dazu ermutigt, ihre Arbeit parallel zur Einreichung bei dieser Zeitschrift online zu veröffentlichen (z.B. auf den Homepages von Institutionen oder auf ihrer eigenen Homepage), weil so produktive Austauschprozesse wie auch eine frühe und erweiterte Bezugnahme auf das veröffentlichte Werk gefördert werden (siehe The Effect of Open Access).</li> </ol> </div> red@sui-generis.ch (Daniel Hürlimann) oai@hbz.uzh.ch (Margit Dellatorre) Di, 21 Jan 2020 09:26:03 +0100 OJS 3.1.2.4 http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss 60 Rezension: Abegg-Vaterlaus, Die Patentverletzung durch additive Fertigung (3D-Druck) https://sui-generis.ch/article/view/sg.118 <p>Lukas Abegg-Vaterlaus nimmt die technologische Entwicklung additiver Fertigungsmethoden zum Anlass, die Schutzwirkung von Patenten informationstheoretisch zu analysieren. Er kommt zum Schluss, dass eine Fertigungsdatei, die mit einer geeigneten Fertigungsanlage ohne weiteren menschlichen Input einen patentgeschützten Gegenstand erzeugen kann, selbst ein patentiertes Erzeugnis ist und die Erstellung der Fertigungsdatei daher auch ohne körperliche Umsetzung ausschliesslich dem Patentinhaber vorbehalten ist.</p> Mark Schweizer Copyright (c) 2020 Mark Schweizer http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://sui-generis.ch/article/view/sg.118 Mo, 03 Feb 2020 19:15:09 +0100 Föderalismus und Rechtsstaat – ein Vergleich der Länder am Bodensee https://sui-generis.ch/article/view/sg.125 <p>Föderalismus und Rechtsstaatlichkeit gelten heute als wichtige und bewährte Staats- und Verfassungsprinzipien. Ein Vergleich der Länder am Bodensee zeigt, dass Herkunft, Entwicklung und heutige Ausgestaltung dieser Prinzipien auch auf engem Raum recht unterschiedlich sind, aber stets eine gegenseitige Beeinflussung stattgefunden hat und sich heute in den betroffenen vier Staaten nebst Unterschieden auch ganz ähnliche Fragen und Herausforderungen stellen.</p> Arnold Marti Copyright (c) 2020 Arnold Marti http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://sui-generis.ch/article/view/sg.125 Fr, 03 Apr 2020 08:55:13 +0200 Strategic Human Rights Litigation – Eine Standortbestimmung https://sui-generis.ch/article/view/sg.124 <p>Menschenrechte bilden das Fundament der geltenden Rechtsordnung, sind Voraussetzung einer funktionierenden Demokratie und gewährleisten einen Minimalstandard im staatlichen Umgang mit Menschen. Die Schweiz weist generell einen hohen Schutzstandard auf. Politische und gesellschaftliche Herausforderungen setzen die Menschenrechte jedoch immer wieder unter Druck. Rechtliche und faktische Lücken im Rechtsschutz beschränken die Durchsetzung der Menschenrechte empfindlich und treffen gerade diejenigen Mitglieder der Gesellschaft am stärksten, welche am ehesten dieses Schutzes bedürften. Für die Stärkung des Menschenrechtsschutzes stehen der Zivilgesellschaft verschiedene Instrumente zur Verfügung. Dazu gehört neben Rechtsberatung und politischem Engagement auch das Instrument der strategischen Prozessführung. Strategic Human Rights Litigation (SHRL) hat sich in den vergangenen Jahren weltweit zu einem spezialisierten Tätigkeitsgebiet entwickelt. Der vorliegende Beitrag bietet einen ersten Überblick zum Thema im Kontext der Schweizer Rechtsordnung.</p> Vanessa Rüegger Copyright (c) 2020 Vanessa Rüegger http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://sui-generis.ch/article/view/sg.124 Fr, 27 Mär 2020 00:00:00 +0100 Direkte Diskriminierung der Männer in der Bundesgesetzgebung https://sui-generis.ch/article/view/sg.121 <p>Der Beitrag zeigt, dass Männer gegenüber Frauen in diversen Bundesgesetzen direkt benachteiligt werden. Die Benachteiligungen lassen sich meist durch die traditionelle Rollenverteilung zwischen Mann und Frau erklären, jedoch nicht durch biologisch-funktionale Geschlechterunterschiede rechtfertigen. Aufgrund der eingeschränkten Verfassungsgerichtsbarkeit gegenüber Bundesgesetzen (Art. 190 BV) ist es grundsätzlich Sache des Gesetzgebers, das Bundesrecht grundrechtskonform auszugestalten (Art. 35 Abs. 1 BV). Lösungsansätze für die geschlechtergerechte Ausgestaltung des Bundesrechts werden im Beitrag angedeutet.</p> Marco Frei Copyright (c) 2020 Marco Frei http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://sui-generis.ch/article/view/sg.121 Fr, 21 Feb 2020 00:00:00 +0100 La révision de la loi sur l’obligation de diligence du Liechtenstein https://sui-generis.ch/article/view/sg.120 <p>Cet article décrit dans un premier temps l’approche du Liechtenstein quant à la sur-veillance des prestataires de services liés aux tokens et aux technologies de type blockchain nouvellement régulés, en matière de blanchiment d’argent et de finan-cement du terrorisme. L’entrée en vigueur de la «Blockchain Act» du Liechtenstein le 1er janvier 2020 s’accompagne également d’une révision de la loi sur le devoir de diligence et d’un élargissement du cercle des assujettis aux règles de compliance. Il conclut par une appréciation critique de la révision de la loi sur le devoir de dili-gence du Liechtenstein.</p> Fabian Teichmann, Léonard Gerber Copyright (c) 2020 Fabian Teichmann, Léonard Gerber http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://sui-generis.ch/article/view/sg.120 Fr, 14 Feb 2020 16:26:48 +0100 Zurückhaltendes Urteil mit weitreichenden Folgen: Bundesgericht erklärt Bündner Wahlsystem für verfassungswidrig https://sui-generis.ch/article/view/sg.117 <p>Das kürzlich ergangene Bundesgerichtsurteil zum Bündner Parlamentswahlsystem ist das jüngste in einer Reihe von Entscheiden, in denen das Bundesgericht seit 2002 seine Rechtsprechung zu kantonalen Wahlsystemen weiterentwickelt und reformiert hat. Mit der Beschwerde wurde auch eine langjährige innerkantonale Debatte über das Wahlsystem auf Bundesebene getragen. Das Bundesgericht beschäftigte sich erstmals mit einem «reinen Majorzsystem», wobei es die Rechtsprechung zu gemischten Wahlsystemen (Proporz/Majorz) weitgehend auf reine Majorzsysteme übertrug – und eine erstaunlich tiefe Hürde für deren Verfassungskonformität aufstellte. Doch auch diesen Anforderung genügt das Bündner Wahlsystem nicht.</p> Marco Ehrat Copyright (c) 2020 Marco Ehrat http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://sui-generis.ch/article/view/sg.117 Mo, 27 Jan 2020 10:34:59 +0100 Handelsbeziehungen Schweiz – EU im globalen Kontext https://sui-generis.ch/article/view/sg.116 <p>Dass das globale, regelgebundene Handelssystem gegenwärtig unter Druck steht, wirkt sich auch auf die Handelsbeziehungen der Schweiz aus. Umso wichtiger ist für die Schweiz die Möglichkeit zur zwischenstaatlichen Streitbeilegung über den Rechtsweg. Für die Handelsbeziehungen mit der EU, der mit grossem Abstand wichtigsten Handelspartnerin der Schweiz, steht bisher ein solcher Rechtsweg nicht zur Verfügung. Dieser Beitrag untersucht, inwiefern das InstA angesichts der ab-sehbaren globalen Herausforderungen zu einer langfristigen rechtlichen Absiche-rung der Handelsbeziehungen zwischen der Schweiz und der EU beitragen kann. Aus schweizerischer Perspektive erscheinen zweifellos die rechtliche Absicherung der durch das FHA erreichten Liberalisierung und dessen Modernisierung von grosser Dringlichkeit.</p> Charlotte Sieber-Gasser Copyright (c) 2020 Charlotte Sieber-Gasser http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://sui-generis.ch/article/view/sg.116 Di, 21 Jan 2020 00:00:00 +0100 L'assistance au suicide organisée: Quelle place donner au droit? https://sui-generis.ch/article/view/sg.123 <p>Durant les dernières décennies, les cas d'assistance au suicide n'ont fait qu’augmenter. Ce développement a été rendu possible essentiellement par l'activité des associations d'aide au suicide et l'interprétation que la jurisprudence et la doctrine ont fait de la réglementation pénale en vigueur. Bien que le droit suisse de l'assistance au suicide est l'un des plus libéraux que l'on connaisse aujourd'hui, les partisans de la mort provoquée demandent depuis des années la reconnaissance d'un véritable droit à la mort. Le cadre qui en résulte de ces faits est préoccupant. Il s'avère essentiel de réaffirmer la nécessité d'une interprétation originaire du droit suisse de l'assistance au suicide, de réaffirmer le droit de chacun au respect de la vie et l'interdiction absolue de nuer et, enfin, de favoriser les soins palliatifs.</p> Benedetta S. Galetti Copyright (c) 2020 Benedetta S. Galetti http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://sui-generis.ch/article/view/sg.123 Mo, 09 Mär 2020 08:41:45 +0100 Reformbedarf im schweizerischen Sexualstrafrecht https://sui-generis.ch/article/view/sg.122 <p>Anhand von fünf Fallbeispielen aus der kantonalen Praxis soll veranschaulicht werden, dass bei sexuellen Übergriffen nicht nur die den Sexualdelikten typischerweise inhärenten Beweisprobleme, sondern mitunter auch das materielle Recht schlicht keine Strafverfolgung ermöglicht. Diese Praxisbeispiele zeigen, dass sich Beschuldigte nach geltendem Recht bisweilen wissentlich über ein klares «Nein» hinwegsetzen können, ohne sich wegen Vergewaltigung oder sexueller Nötigung strafbar zu machen. Damit entkräftet die vorliegende Untersuchung die Meinung, dass das schweizerische Recht bereits heute alle Fälle nicht-einverständlicher sexueller Handlungen angemessen erfassen könne.<br><br></p> Nora Scheidegger, Agota Lavoyer, Tamara Stalder Copyright (c) 2020 Nora Scheidegger, Agota Lavoyer, Tamara Stalder http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://sui-generis.ch/article/view/sg.122 Mi, 04 Mär 2020 10:17:28 +0100 Rezension: Moritz Oehen, Der Strafkläger im Strafbefehls- und im abgekürzten Verfahren https://sui-generis.ch/article/view/sg.119 <p>Die schweizerische Strafprozessordnung erlaubt es einer geschädigten Person, sich als Partei am Strafverfahren zu beteiligen, sofern sie sich als Zivil- und/oder Strafkläger konstituiert (Art. 104 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 118 Abs. 1 StPO). Der Zivilkläger war vor Inkrafttreten der schweizerischen Strafprozessordnung bereits auf kantonaler Ebene gesetzlich verankert. Dagegen war die Figur des Strafklägers einzig in der Verfahrensordnung des Kantons Bern zu finden. Der eidgenössische Gesetzgeber war beim Erlass der Strafprozessordnung um eine effiziente Ausgestaltung des Strafverfahrens bemüht. Als Beispiele lassen sich hierfür etwa die Ausweitung des Anwendungsbereichs des Strafbefehlsverfahrens oder die Einführung des abgekürzten Verfahrens nennen. Die gesetzgeberischen Effizienzbestrebungen und ihre (Un-)vereinbarkeit mit den Rechten der beschuldigten Person sind Gegenstand anhaltender Diskussionen. Dagegen steht bei Oehen nicht die beschuldigte Person im Fokus, stattdessen konzentriert er sich in seiner Dissertation auf den Strafkläger. Er geht der Frage nach, ob die schweizerische Strafprozessordnung einen effizienten und gleichzeitig einen aus Sicht des Strafklägers geschädigtenfreundlichen Strafprozess, namentlich in Form des Strafbefehls- und des abgekürzten Verfahrens, erlaubt.</p> Christina Galeazzi Copyright (c) 2020 Christina Galeazzi http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://sui-generis.ch/article/view/sg.119 Mo, 10 Feb 2020 20:24:39 +0100