Data Mining und wissenschaftliche Forschung – de lege lata und de lege ferenda

  • Melanie Graf
  • Kirsten Johanna Schmidt

Abstract

Der Vorentwurf zum neuen Urheberrechtsgesetz enthält mit Art. 24d E-URG eine Bestimmung, welche die Verwendung von Werken zu wissenschaftlichen Zwecken regelt. So soll die Vervielfältigung und Bearbeitung von urheberrechtlich geschützten Werken künftig zulässig sein, sofern dies durch die Anwendung eines technischen Verfahrens bedingt ist. Die neue Bestimmung zielt auf Fälle des so genannten Text and Data Mining ab, d.h. der computergestützten Suche, Analyse und Vernetzung von Daten mit dem Ziel, neue Erkenntnisse und Zusammenhänge zu erhalten. Es stellt sich die Frage, ob die in Art. 24d E-URG genannten Werknutzungen nicht bereits nach geltendem Recht zulässig sind. Der vorliegende Beitrag beschreibt zunächst den Vorgang des Text und Data Mining (I.) und dessen urheberrechtliche Relevanz (II.), bevor die möglicherweise einschlägigen Schranken des Urheberrechts untersucht werden (III.). Schliesslich wird auf die neue Bestimmung Art. 24d E-URG eingegangen (IV.). 

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Veröffentlicht
2017-11-23
Zitationsvorschlag
Graf, M., & Schmidt, K. J. (2017). Data Mining und wissenschaftliche Forschung – de lege lata und de lege ferenda. Sui Generis. https://doi.org/10.21257/sg.43
Ausgabe
Rubrik
Informationsrecht | droit de l'information | diritto dell'informazione | information law